Lutz Jäncke beschäftigt sich in seinen wissenschaftlichen Arbeiten vorwiegend mit der funktionellen Plastizität des menschlichen Gehirns. In seiner akademischen Karriere hat sich Lutz Jäncke mit der Formbarkeit des menschlichen Gehirns durch Lernen und Erfahrung auseinandergesetzt. Hierzu verwendet er moderne bildgebende Verfahren und Hirnstimulationsmethoden.

Bislang hat Lutz Jäncke über 400 wissenschaftliche Artikel publiziert. Seine Publikationen gehören zu dem 1 % der am häufigsten zitierten Arbeiten. Neben diesen wissenschaftlichen Originalarbeiten hat er eine Vielzahl von Buchkapiteln und viele Bücher veröffentlicht.

Er ist Lehrstuhlinhaber für Neuropsychologie an der Universität Zürich und wissenschaftlicher Direktor des Universitären Forschungsschwerpunktes „Dynamik des Gesunden Alterns“ an der Universität Zürich.

Aktuelle Forschungsprojekte

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Neuroanatomische, neurophysiologische und psychologische Alterungsprozesse

In diesem Forschungsprojekt werden die neuroanatomischen, neurophysiologischen und psychologischen Alterseinflüsse untersucht. Zentrale Studie ist ein Längsschnittprojekt bei dem mehr als 200 Senioren seit 10 Jahren jährlich intensiv untersucht werden, um die Alterseinflüsse zu charakterisieren. Diese aufwändige Studie wurde zunächst von der Velux-Stiftung finanziert bevor sie zum wesentlichen Bestandteil des universitären Forschungsschwerpunktes "Dynamik des gesunden Alterns" der Universität Zürich wurde. Bislang sind mehr als 40 Arbeiten zu diesem Thema publiziert worden.

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Das individuelle und hochspezialisierte Gehirn

Das Gehirn des Menschen ist ein sehr komplexes Organ, dass äusserst plastisch also veränderbar ist. Es reorganisiert sich infolge von Erfahrung und Lernen. Dabei entwickelte es bemerkenswerte individuelle Fähigkeiten. Interessant ist auch, dass das Gehirn des Menschen ein enormes Interpretationsorgan ist, dass sich den kulturellen und individuellen Gegebenheiten des Menschen anpasst. Circa 70%  aller wissenschaftlichen Arbeiten von Lutz Jäncke beschäftigen sich mit der Plastizität, Individualität und Interpretationsneigung des Gehirns.

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Musik und Gehirn

Musik und Musizieren beeinflussen das Gehirn nachhaltig. Jedes Hirngebiete, das in die Kontrolle des Musizierens eingebunden ist, hat sich bei Musikern im Laufe des Training an das Musizieren angepasst. Das Musikhören ist je nach Art des Musikzugangs des Hörers und der Musikvorbildung mit charakteristischen Hirnaktivierungen assoziiert. Interessant ist auch, dass neuerdings immer deutlicher wird, dass das Musikhören günstige Effekte auch im Zusammenhang mit der Therapie und Rehabilitation neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen entfalten kann. Circa 50% aller Publikationen von Lutz Jäncke entfallen auf die Erforschung dieser Zusammenhänge.